22 November 2006

"früher"

Am Sonntag war „Tool“-Konzert in Wien. Habe die Gruppe schon zwei Mal gehört – immer ein Erlebnis.
Früher hätte ich mir so etwas nicht entgehen lassen, gleichgültig, ob ich in Wien bin, oder von weit her anreisen muss.
Früher...
Ich stelle fest, dass ich nunmehr viel öfter das Wort „früher“ in meinem Sprachgebrauch habe. Und es schwingt immer ein leicht melancholischer Beigeschmack mit.
Aber ich mag in letzter Zeit ja auch schon die ruhigen Abende zuhause...



 

15 November 2006

Gesundheitsbus

Der Fleischer meines Vertrauens verkauft mir eine Käseleberkäsesemmel (mit Senf) und ich esse sie gleich, während ich über den Hauptplatz gehe, wohin die burgenländische Landesregierung für heute einen „Gesundheitsbus“ hinstellen ließ. Die Busbesucher lassen Blutdruck messen und Lungen röntgen. Ich esse, ganz dicht am Bus vorbeigehend und so, dass die Leute drinnen es durch die großen Fenster genau sehen können, meine Käseleberkäsesemmel.

In dreißig Jahren werden meine Adern verkrustet sein und kein Blut mehr durchfließen können, heute aber hat mir der Imbiss ausgezeichnet geschmeckt.



 

14 November 2006

...alleine... (Sevilla)

Ich habe keinen Menschen, der mit mir spricht. Es ist eine Woche der Ruhe und Kontemplation. Auf der Straße sind fremde Menschen, im Büro bin ich alleine, in der Wohnung ist es erschreckend still.
Es ist zum Wahnsinnig-werden!

13 November 2006

Bilder

Ich suche ein Bild für's Wohnzimmer. Ich stelle mir etwas größerformatiges vor, etwa 100 x 70 cm. Und es soll ein Bild sein, das Menschen darstellt, oder aber auch nicht - bearbeitet, überarbeitet, verfremdet.
Hier ein erstes Beispiel:



Torte

Noch was, bei der Gelegenheit:
a) ich bin hungrig. Das ist aber nicht so relevant.
b) bin gerade über einen netten Spruch gestolpert:
     "Geh ma auf a Torte, Dicker?"
     Menschenverachtend, aber witzig. Tut mir leid, ich finde das witzig.

Wo bleibt das Niveau?

Gianna Nannini

Nike, die Göttin, ist in Spanien, alleine, weit weg von zuhause und also weit weg von mir. Und im Radio spielte man Gianna Nannini, das Lied, das Nike so gerne hört. Vom Album "Perle" (ein gutes, das soll man gar nicht unterschätzen!), der zweite Cut - "Ragazzo dell'Europa", sehr hübsche Klavier-Einleitung.
Sie ist weg, das Lied, das mich an sie erinnert im Radio, sie weit weg, die Erinneung, das Lied...was bleibt mir sentimentalen Typen da anders übrig als zu heulen zu beginnen?

09 November 2006

Opa

Opa ist weg.
Leere Worte.
Er ist nicht weg, er ist nur nicht da.
(Im Moment?)

Das gibt es doch nicht!
Das kann doch nicht sein! Und schon gar nicht wahr sein!

Opa ist weg und ich dachte, wenn das passiert, dann kann die Welt sich nicht weiterdrehen, das Leben nicht weitergehen.
Es geht doch alles weiter. (Irgendwie).
Aber es sollte nicht!